Dieser Text wurde im Rahmen des Arbeitsintegrationsprogramms von Parterre Tangram von einer am Programm teilnehmenden Person recherchiert, verfasst und auf der Website publiziert.
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Die Aubergine ist ein fester Bestandteil der Küche im gesamten Mittelmeerraum, von Spanien, Italien, über den Nahen Osten, bis hinunter in den Maghreb. Auf der Speisekarte des Paseo war die Aubergine ebenfalls schon zu Gast, als Hauptzutat des Baba Ghanoush, einer dip-ähnlichen Beilage. Die Aubergine hat in Europa eine durchaus interessante Geschichte. Die erste historisch belegte Nennung der Pflanze geht auf ein altes chinesisches Traktat über Landwirtschaft im Jahr 544 zurück, sie dürfte dort aber schon wesentlich länger angebaut worden sein. Den antiken Römern und Griechen war die Pflanze noch unbekannt, erst die Araber haben die Pflanze im Mittelmeerraum eingeführt, was die zahlreichen arabischen und nordafrikanischen Namen dafür belegen. Im frühen Mittelalter brachten die Sarazenen die Pflanze schliesslich nach Andalusien und somit nach Europa, belegt durch ein Buch über Landwirtschaft aus dem damals maurischen Spanien im 12. Jahrhundert. Die Bezeichnungen für die Pflanze in den verschiedenen europäischen Sprachen gehen wohl alle auf das arabische ‚(al-)badinjan‘ zurück, das vermutlich selbst ein Lehnwort ist aus den noch älteren Sprachen des indischen Subkontinents, wo die Pflanze bis heute noch wild wächst. Dabei nahmen die Bezeichnungen unterschiedliche Wege. So wurde z.B. der italienische Name aus dem Griechisch des Mittelalters entlehnt (melintzana -> melanzana), während das Französische sich beim Spanischen bediente (alberengena -> albergine, aubergine). Die Aubergine als Gemüse ist dabei vielseitig verwendbar, jedoch praktisch immer gekocht um die Bitterstoffe herauszulösen. Man kann die Aubergine schmoren wie fürs französische Ratatouille oder aber in einem Auflauf verbacken wie z.B. dem griechischen Moussaka und dem italienischen Parmigiana di Melanzane. Im arabischen Raum ist die Aubergine traditionell Teil der Meze-Platte, sei als Dip wie das eingangs erwähnte Baba Ghanoush, kann aber auch geröstet oder frittiert serviert werden mit Tahini als Beilage. Den Zubereitungsmöglichkeiten der Aubergine sind kaum Grenzen gesetzt, was wohl zu ihrer Beliebtheit beigetragen hat. |